Pferdegymnastik 09. April 2017

Fotos und Videoaufnahmen sind immer hilfreich, um meinen Sitz zu kontrollieren und mein inneres Gefühl mit dem “Außen” abzustimmen. Danke Christof, dass Du Dir Zeit genommen hast, um Fotos zu machen 🙂

 

Traversvolte
Angaloppieren aus der Traversvolte
Galopp auf der Volte
Lea Trab
Spanischer Schritt

Fazit:

Ich achte mehr darauf, gerade zu sitzen, nicht nach vorne zu fallen, mich aber auch nicht nach hinten zu lehnen und schon gar nicht zur Seite.

Ganz wichtig:

  • immer dorthin schauen, wohin ich reiten möchte! (nicht nach unten gucken!)
  • Fokus des inneren Gefühles auf meine Sitzbeine!
  • Vorstellung an meinem Scheitel nach oben aufgehängt zu sein.
  • Lockerer Schenkelhang, entspannter Popo!
  • Mehr Fühlen anstatt Tun!

Pferdegymnastik Smokey 02.04.17

Sinnvolle Gymnastik hält Pferd und Reiter körperlich und geistig fit. Besonders die Seitengänge in allen Versionen sind eine gute Möglichkeit die Koordination und Feinfühligkeit des Reiters zu schulen sowie das Körpergefühl und die Bewegungskoordination des Pferdes zu fördern. Diese Übungen machen nicht nur Freude, sie stärken das Selbstbewusstsein des Pferdes und machen geschmeidig. So wird die Lebensqualität und das Wohlgefühl des Pferdes gesteigert. Vorausgesetzt alle Übungen werden ohne Zwang ausgeführt und schonend erarbeitet. Das Pferd soll sich stark, fähig und stolz fühlen. Es soll mit sich selbst zufrieden sein. Für Pferde jeden Alters sind Seitengänge die Gmynastik der Wahl. Smokey ist nun etwa 28 Jahre alt und er profitiert enorm von unserer regelmäßigen, schonenden Körperarbeit. Der Reiter hat mittels den Seitengängen die Möglichkeit seinen Sitz zu verbessern, seine Hilfengebung zu verfeinern und seine Körpermotorik zu schulen. Sämtliche Lektionen sind niemals Selbstzweck, sondern immer mit Sinn für Körper und Geist von allen Beteiligten. Natürlich wendet der Reiter niemals Kraft an – das würde ihn sofort aus der Balance bringen und damit auch das Pferd. Und niemals vergessen: die Freude am gemeinsamen Tun ist das oberste Ziel!

Smokey und ich. Wir “sammeln uns” im ruhigen aufmerksamen Stehen, sowohl geistig als auch körperlich. Damit ist gemeint, dass wir uns zentrieren, unsere Mitte suchen und uns freudig aufeinander einlassen. Oft höre ich der Reiter soll das Pferd versammeln…. das geht nicht- der Reiter kann das Pferd nicht versammeln. Nur das Pferd selbst kann SICH sammeln, seine Gedanken und Gefühle zentrieren, seine Kraft in der Körpermitte sammeln. Wenn sich der Reiter “versammelt”, also seine Gedanken beisammen hat und mit seiner ganzen Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt ist, bei sich selbst und seinem Körper, so ist er bereit zur Kommunikation mit dem Pferd. Über diese Kommunikation kann ich das Pferd über mein inneres Bild und meine Körpersprache (Sitz, Hilfengebung) dazu anregen, SICH zu sammeln. Versammlung im reiterlichen Sinne kann immer nur als Einheit von körperlich und geistiger Sammlung = Zentrierung gesehen werden. Alles andere führt nur zu einem Zusammenschrauben des Pferdes, was nichts mit Versammlung im Sinne von Zentrierung und Ballung der Kräfte und der Aufmerksamkeit zu tun hat. Echte Versammlung kommt immer von innen, von der mentalen Aufmerksamkeit und dem Bewusstsein für den eigenen Körper.
Traversvolte für Geschmeidigkeit und Koordination.
Traversvolte linksherum (1) – in der Traversvolte treten die Vorderbeine in einem größeren Radius als die Hinterbeine. Das Pferd stellt und biegt SICH in Bewegungsrichtung (niemals biegt der Reiter das Pferd!). Wenn Pferd und Reiter auf einer Wellenlänge kommunizieren fühlt sich alles schwerelos und leicht an. Keine Bewegung wird mehr herausgequetscht oder krampfhaft gezogen/geschoben. Alles entsteht aus der Aufmerksamkeit um die innere Mitte heraus. Das Pferd wird als vollwertiger Partner ernst genommen, es macht Vorschläge und setzt Ideen selbstständig um. Der Mensch bietet Hilfestellung – und so entsteht ein wundervolles Ganzes: Harmonie.
Traversvolte linksherum (2)
Traversvolte linksherum (3)
Renversvolte – die Hinterhand beschreibt einen größeren Kreis als die Vorhand, das Pferd stellt und biegt sich in Bewegungsrichtung. Smokey tritt mit seinem äußeren Hinterbein weit über das innere Hinterbein hinweg, dadurch kippt er seine Hüfte und sein Becken ab.
Renversvolte
Sehr enge Traversvolte als Vorbereitung für die Schrittpirouette

Buchtipps:

Oliver Hilberger “Gymnastizierende Arbeit an der Hand”

Bent Branderup “Akademische Reitkunst”

Christin Krischke “Du entscheidest – Reiten mit gutem Gewissen”

Sadko G. Solinski “Pferdegymnastik”

Claus Penquitt “Die Freizeitreiter-Adademie”

Anja Beran “Klassische Reitkunst”

Jean-Claude Racinet “Feines Reiten in der französischen Tradition der Legerete”

Postament und Gymnastik – Spiel und Spaß mit den Pferden 26.03.17

Wir haben als neues Trainings-Equipment Holzpaletten organisiert…. seht selbst wie viel Freude unsere Vierbeiner damit haben:

Lea ist bereits Profi im Besteigen von Podesten. Sie hat große Freude daran, sooooo groß zu sein – obwohl es ihr anfangs sehr schwer gefallen ist, sich zu trauen. Die Höhe des Podestes habe ich deshalb nur langsam gesteigert.
Das Ersteigen von Podesten ist förderlich für das Selbstbewusstsein des Pferdes und es ist eine wunderbare Ganzkörpergymnastik. Die Auge-Huf-Koordination sowie die gesamte Motorik und das Körpergefühl des Pferdes werden geschult.
Das Hinunter und Herauf im Kompliment ist eine ähnliche Gymnastik wie das Hinauf und Herunter vom Podest. Beides sollte mit gestrecktem Vorderbein und geradegerichtetem Körper geschehen. So werden fast alle Muskeln des Pferdekörpers auf schonende Weise abwechselnd gestärkt und gedehnt.
Genauso wie beim Besteigen des Podest darauf geachtet werden sollte, dass abwechselnd das rechte und das linke Bein stemmt, so sollte man das Kompliment immer auch auf beiden Seiten trainieren. Lea hat große Freude an der wohltuenden Gymnastik. So sind derartige Übungen nicht nur ein Gewinn für den Körper, sondern auch für die Seele des Pferdes.
Der Spanische Schritt bereitet Lea besonders große Freude. Sie bewegt sich stolz und selbstbewusst.
Smokey konzentriert sich im Schulhalt nach hinten. Er kippt im Stehen mit dem Becken ab und verlagert seinen Schwerpunkt nach hinten. Dadurch wölbt sich der Rücken und der Widerrist hebt sich. Das Pferd versammelt sich sowohl körperlich als auch geistig.
Smokey untersucht das Podest. Zugleich nimmt er Maß, um die Höhe und den Abstand des Abstemmens einschätzen zu können. ********************* Hinweis: Es ist wichtig, die Oberseite des Podestes rutschfest und ohne Spalten zu gestalten. Hier haben wir z.B. einen Teppich über die Paletten gespannt, die Zwischenräume haben wir vorher mit Brettern zugezimmert. Natürlich muss das Podest stabil und fest stehen. Niemals darf das Pferd schlechte Erfahrungen machen, mit dem Podest kippen oder Ähnliches. Das liegt unbedingt in der Verantwortung des Trainers, wenn man mit derartigen Übungen beginnen möchte! (Buchempfehlung: Zirzensische Lektionen mit Pferden Band 1 und 2 von Eva Wiemers)
Voller Selbstzufriedenheit thront Smokey auf dem Podest.
Wir setzen noch einen Drauf 🙂 . Noch mehr Imponiergehabe, noch mehr Stolz 🙂
Smokey “verwandelt sich” vom puscheligen Pony in den stolzen Hengst 🙂 — er fühlt sich unbesiegbar und stark …. …. und ich darf ihn dabei unterstützen … ich darf ihm helfen, seine Stärken zu finden und seine wahre innere Größe zu entdecken….
Natürlich trainieren wir -wie immer- beiden Körperseiten gleichermaßen.
Das spielerische Training am Podest macht auch Hund Woody und Kater Garfield große Freude.
Herausforderungen machen nicht nur Freude, sondern machen stark…. egal ob Mensch, Pferd, Hund oder Katze 🙂 — und die Kommunikation sowie das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier werden gestärkt.
Selbstverständlich bekommen auch Woody und Garfield nach der Übung überschwängliches Lob und ein Leckerli 🙂
Auch Lilly besteigt bereits vertrauensvoll das Podest. Sie ist jedoch noch etwas unsicher, weshalb ich ihr bestärkend zurede und sie am ganzen Körper abstreiche.
Lilly sieht sehr zufrieden aus – sie bewältigt die Situation großartig.
Ich baue mit den Paletten eine Engpassgasse. Lilly soll Schritt für Schritt fühlend und aufmerksam durch den Engpass schreiten. Das Lernziel dieser Übung ist vor allem Ruhe und bewusstes Schreiten.
Nach jedem Schritt halten wir an und ich belohne das ruhige Stehen.
Zwischendurch streiche ich Lilly´s Körper ab, um ihr Gefühl immer wieder in ihre Beine und auf ihren gesamten Körper, besonders in den hinteren Bereich zu lenken. Das bewusste Anhalten und Stehenbleiben ist eine der wichtigsten Übungen für Körperbewusstsein und Bewegungsgefühl.
Und wieder ganz langsam ein Schritt – und Anhalten – und loben.
Und der nächste Schritt – und Halt und Lob
Und langsam noch ein Schritt…
… und Anhalten und Loben
Und mit viel Geduld gaaaaanz bewusst mit tiefem Hals noch ein Schritt.
Und der letzte Schritt – wir haben den Engpass hinter uns und halten unmittelbar dahinter an und bleiben in Ruhe stehen.
Und wieder Abstreichen und Lilly helfen ihr Körpergefühl bewussst nach hinten zu lenken.
Zufrieden schnaubt Lilly ab. Herrlich. Mit derartigen Schritt-für-Schritt-Übungen lernt das Pferd bewusst zu fühlen und jedes Bein überlegt zu setzen. Nicht hektisch die Aufgabe hinter sich bringen wollen, Hauptsache drüber oder durch, sondern stattdessen BEWUSST in die Aufgabe und in den eigenen Körper hineinfühlen. So entwickelt das Pferd Körperbewusstsein, Bewegungsgefühl und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Und wir Menschen können dem Pferd hilfreich und unterstützend zur Seite stehen – so werden das Vertrauensverhältnis vertieft und die Bindung zwischen Mensch und Pferd gestärkt. Ganz wichtig ist es, das Pferd nicht zu überfordern. Eine solche Übung erfordert enorm viel Konzentration und Aufmerksamkeit – das ist sehr anstrengend, deshalb dürfen Übungseinheiten dieser Art insgesamt nicht mehr als max. 5-10 Minuten dauern. Danach ist entspanntes Führen gut, um dem Pferd die Möglichkeit zu geben, durchzuatmen und die erlebten Gefühle nachzuspüren und abzuspeichern. Das Pferd sollte sich sowohl vor als auch nach der Übung frisch und munter fühlen. Niemals darf das Pferd ermüdet oder überfordert werden. Das Pferd sollte jedes Mal mit wachem Geist und innerer Zufriedenheit die “Arena” verlassen 🙂 – voller Vorfreude und Tatendrang auf die nächste Spielrunde 🙂 .

Christin Krischke “Du entscheidest – Reiten mit gutem Gewissen”

“Jede kleine Konvention, die man so macht, weil alle sie so machen, die, wenn man in sich oder sein Pferd hineinhört, unlogisch, unzuträglich oder unangenehm ist, darf ein Reiter hinterfragen! Du entscheidest, ob Du als denkender, selbst verantwortlicher Mensch durch Dein Reiterleben gehst oder die Verantwortung an Deine Reiterkumpel, den Reitlehrer oder die Sportlobby abgeben willst.” (Seite 75)

“Vieles spricht für kurze Trainingseinheiten: Man weiß heute, dass Pferde sich nur begrenzte Zeit konzentrieren können. In den ersten kurzen Reprisen versteht das Pferd, dass wir ablehnen, es zu überfordern. Dass es immer genung Hirn und Kraft übrig behalten wird, um erhobenen Hauptes den Unterricht zu verlassen. Pferde lernen daraus ganz schnell, dass sie nichts zurückhalten müssen, sondern sich voll und ganz auf die Aufgaben einlassen können, weil ihr Ausbilder nie an ihre Leistungsgrenze geht. Wer sich hier seinem Pferd als absolut zuverlässig erweist, der bekommt ein Geschenk, das ich im Vorwort Bällchenholen genannt habe. Wie bei einem Hund, der begeistert sein Bällchen anschleppt, um zum Spielen aufzufordern, wird der Mensch zum zentralen Interesse des Pferdes. Es wird sich zunehmend auf die Gegenwart seines Reiters und die Trainingseinheiten freuen, was sich durch Brummeln und Wiehern beim Zusammentreffen und extreme Kooperationsbereitschaft zeigt.” (Seite 100-101)

“Das innere Bild ist die konstanteste Hilfe, die wir beim Reiten zur Verfügung haben, ohne das Pferd damit abzustumpfen.” Seite (121)

 

Buchempfehlung Christin Krischke “Du entscheidest – Reiten mit gutem Gewissen” Cadmos-Verlag

Ausflug mit Lea 12.03.2017

Der Frühling ist nicht mehr weit …. Ausflug mit Lea in herrlicher Vorfrühlingsstimmung

Ausritt mit Lea. Der Frühling lässt sich langsam erahnen, dennoch ist es noch ziemlich kalt mit nur wenigen °C über Null. Wir freuen uns auf einen Ausflug bei herrlichem Sonnenschein.
Gymnastizierende Übungen machen überall Freude – hier Schulterherein.
Gemeinsames Erleben – Pferd und Mensch harmonisch miteinander.
So macht Reiten Freude – im Einklang mit dem Pferd, ganz im Hier und Jetzt.
🙂
Unterwegs Herausforderungen erfolgreich gemeinsam meistern macht stark. Mit etwas Kreativität wird jeder Ausflug zum abwechslungsreichen, spannenden Erlebnis und stärkt die vertrauensvolle Bindung Mensch-Pferd sowie das Selbstvertrauen und Körperbewusstsein von Beiden.

 

Auf einer ebenen Wiese bauen wir wieder gymnastische Übungen ein, die uns Spaß machen – hier Übertreten auf der Volte.
Herrlicher Blick auf den Berg “Rachel”

Blauer Himmel, Sonnenschein und Schnee… 29.01.17

Lilly und ich unterwegs im Winterwunderland bei blauem Himmel und Sonnenschein

Zum ersten Mal wage ich mich alleine mit Lilly auf die große Freifläche Richtung Pometsau/Rohrbach. Es ist Sonntag Nachmittag und herrliches Winterwetter. Lilly bleibt oft stehen und guckt in die Ferne, es sind viele Wanderer unterwegs. Dabei wird Lilly manchmal etwas unsicher und nervös, sie lässt sich immer wieder gut beruhigen und findet unseren Ausflug spannend 🙂 . Welch wundervolles Erlebnis…. Danke Lilly, ich bin so stolz auf Dich!
Sonnenschein, blauer Himmel und stille Einsamkeit in der Natur. Dabei das Knirschen des Schnees unter den Hufen meines wundervollen Pferdes… es gibt kaum Schöneres für mich. Ich fühle mich tief verbunden mit der Natur, den Tieren, der gesamten Schöpfung. Ich bin geerdet und voller innerer Ruhe und Dankbarkeit.
Tierspuren im Schnee am Zeußelbach.

Unterwegs mit Lilly

Lilly und ich waren heute wieder gemeinsam spazieren mit einigen “Reitstrecken” bei traumhaftem Sonnenschein 🙂

Lilly im Sonnenschein.
Lilly mit dem “Geißkopf” im Hintergrund

Unser heutiger Ausflug war wieder herrlich, nur leider gegen Ende nicht mehr so entspannt. Lilly hatte sich beim Anblick von Ski-Langläufern dermaßen aufgeregt, dass sie sich kaum mehr beruhigen konnte…. ich versuchte, das Beste aus der Situation zu machen, ruhig zu bleiben und Lilly zu zeigen, dass sie bei mir immer sicher ist und ihr nichts passieren kann. Wir kamen dann zwar etwas hibbelig, aber gut nach Hause.

Das Wetter war wieder wundervoll. Und auf noch so einige “Aufregungen” mit meiner impulsiven Lilly-Spring-ins-Feld werde ich mich wohl einstellen müssen. Ich darf halt nicht zu schnell zu viel erwarten und vor allem darf ich Lilly nicht überfordern, sie soll Freude an unseren Ausflügen haben. Am Wichtigsten ist es in heiklen Situationen Ruhe zu bewahren und mir selbst immer wieder zu sagen: “Ich bin ruhig und gelassen in jeder Situation, denn ich bin voller Zuversicht und Selbstvertrauen.” Dabei tief atmen und in meine Körpermitte zentrieren 🙂 .

Ausritt im Schnee

Unterwegs mit meinen beiden Mädels Lea und Lilly – Januar 2017

Unterwegs in der herrlichen Winterlandschaft
Sonnenschein
Lea
Lilly in der Schneelandschaft. Um uns herum nur nahezu unberührter Schnee, blauer Himmel und Sonnenschein…. was braucht das Herz mehr 🙂
Lea, Lilly und ich

Unterwegs mit Lilly bei Schnee und Sonnenschein

22. Januar 2017 – Ausflug mit Lilly nach Hartwachsried / Richtung Teufelstisch

Die Temperaturen bleiben auch tagsüber um -10°C, nachts sinken sie seit Tagen auf etwa -20°C. Die Pferde fühlen sich bei den kalten Temperaturen sichtlich wohl und der herrliche Schnee bleibt liegen.
Seit kurzer Zeit steige ich während der Spaziergänge mit Lilly immer wieder für einige Streckenabschnitte auf ihren Rücken. Lilly genießt die Freiheit sehr, mich auf ihrem Rücken zu haben und dadurch in ihrem eigenen Tempo marschieren zu können. Auch kurze Trabsequenzen sind dank guter Vorbereitung und Gymnastizierung kein Problem und bereiten uns große Freude.
Das Stapfen durch den tiefen Schnee ist anstrengend, aber bereitet Lilly sichtlich Freude. Ich fühle mich wie im siebten Himmel, Lillys Bewegungen zu spüren, ihre Bewegungsfreude wahrnehmen, die Wärme der Sonne im Gesicht fühlen, das Knirschen des Schnees in den Ohren, der süßliche Duft des Pferdes in der Nase und ein Blick in die Waldeinsamkeit – was braucht das Herz mehr….. ich bin unendlich glücklich. DANKE Lilly!
Schattenbild….
Lilly ist auf Trense und Kappzaum gezäumt. Der Semi-Kappzaum besteht aus weichem Leder ohne Metall. Das Gebiss ist mit einer Baucherschen Aufhängung versehen und liegt dadurch ruhig im Maul. Zudem ist es nicht gebrochen, damit es sanft und präzise auf Zunge und Lefzen wirken kann, ohne die empfindlichen Laden zu berühren. Die Kappzaumzügel verwende ich unterstützend zu meinem Sitz für Biegung und Richtungsänderung, die Trensenzügel verwende ich zum Entspannen des Kiefers. Natürlich reite ich ohne sog. “Anlehnung”, die Zügelhilfen werden nur bei Bedarf verständlich und mit Bedacht eingesetzt und sofort wieder ausgelassen bei erfolgter Reaktion des Pferdes. Weiterhin achte ich konsequent darauf, Lilly nicht durch widersprüchliche Hilfen zu verunsichern, Stichwort: Bein ohne Hand, Hand ohne Beine. Alles wurde selbstverständlich zuerst vom Boden aus erarbeitet, dann Schritt für Schritt in den Sattel übertragen und nun sind wir bei den ersten Schritten im Gelände…. immer mit viel Lob und ganz, ganz viel Freude am gemeinsamen Erleben.
Blick auf den Skihang des “Geißkopf” unseren Hausberges