27.09.18 Unser geliebter Leon hat uns verlassen

“Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können!” — Er fiel sachte, wie ein Blatt fällt. Ohne das leiseste Geräusch fiel er in den Sand. Antoine de Saint Exupery ´Der Kleine Prinz`.

Leon, unser Löwenherz

Pferdedentalpraktiker – 18.09.2018

Am 18.09.2018 war Pferdedentalpraktiker Gerald Malz zur Behandlung der Zähne unserer Fellnasen bei uns am Stall. Mindestens einmal im Jahr lasse ich die Zähne meiner Pferde kontrollieren und ggf. bearbeiten. Besonders die Kanten der Backenzähne müssen regelmäßig geglättet werden. Gerade gebisslose Zäumungen, Kappzäume oder Reithalfter können bei scharfen Zahnkanten schmerzhafte Verletzungen der Mundschleimhaut verursachen und natürlich dadurch zu “Widersetzlichkeiten” seitens des Pferdes führen. Auch die Haken, die sich vornehmlich am ersten und letzten Zahn bilden, müssen regelmäßig entfernt werden, damit das Kiefergelenk nicht überlastet wird. Diese Haken kommen in der Natur kaum vor, da das Pferd dort mit dem Kopf am Boden frisst und dabei der Unterkiefer immer genau parallel zum Oberkiefer liegen kommt. Sobald das Pferd den Kopf beim Fressen höher hält (z.B. Heunetz, Raufe, Rundballen, Futtertrog) liegen die Kiefer nicht mehr parallel und es bildet sich unten und oben vorne bzw. hinten ein Haken.

Zuerst untersuchte Gerald die etwa 28-jährige Lea. Sie hatte glücklicherweise keine Behandlung nötig. Die letzte Behandlung war vor etwa einem Jahr. Leas Zähne wiesen weder Haken noch Kanten auf. Ihr Kiefergelenk ist frei gängig und die Kaumuskulatur zeigte keinerlei Verspannungen oder Auffälligkeiten. Auch ihr Zahnfleisch ist schön rosa und gesund. Wunderbar!

Dann kam die mittlerweile 6 Jahre alte Jungstute Lilly zur Untersuchung an die Reihe. Bei ihr stellte sich heraus, dass die Backenzähne geschliffen bzw. geglättet werden müssen. Damit dies gefahrlos geschehen kann, bekam sie eine leichte Sedierung vom Tierarzt. Immer ließ mich Gerald vor der Behandlung sehen, fühlen und hören – ja, man hört ob die Zähne ohne Widerstand mahlen oder nicht und auch beim Fühlen kommt es nicht nur auf die Zähne selbst an sondern auch darauf, wie frei sich der Unterkiefer hin- und herschieben lässt (Mahlvorgang der Backenzähne). Während der Behandlung konnte ich Gerald über die Schulter gucken und er erklärte, was er tat und warum. Gerald hat einen Assistenten dabei, der den Kopf des Pferdes oben hält und die Höhe je nach Anweisung von Gerald stänig variiert. Niemals darf der Kopf des Pferdes nach oben fixiert werden. Gerald arbeitet im Sitzen, um die Halswirbelsäule des Pferdes nicht zu überstrecken. Nach der Behandlung durfte ich wieder am Pferdegebiss sehen, fühlen und hören. Das war sehr lehrreich und interessant. Gerald prüfte immer genau, was notwendig ist, damit nicht zu viel gemacht würde, was sich negativ auf das Kau- und Fressverhalten auswirken würde.

Als letzter kam Smokey dran. Auch er wurde vom Tierarzt sediert. Bei dem etwa 29 Jahre alten Smokey ist nicht mehr viel Zahnsubstanz vorhanden und tragischerweise hatte die Tierärztin letztes Jahr auch noch viel zu viel weggeschliffen, weil sie lehrbuchmäßig eine gerade Linie herstellen wollte. Die Schneidezähne hatte sie leider trotz meiner Bitte nicht gekürzt, das sei laut ihrer Aussage nicht notwendig und außerdem habe sie dafür nicht das nötige Werkzeug. Auf Grund dessen bekam Smokey eine Zahnfleischentzündung im vorderen Maulbereich, weil auf die Schneidezähne zu viel Druck kam. Auch der Kaumuskel und das Kiefergelenk waren durch die unsachgemäße Behandlung überlastet, weshalb Smokey wochenlang Verspannungen im Genick- und Kieferbereich hatte. Die Auskunft der Tierärztin zu meiner telefonischen Rückfrage war, das würde sich schon wieder geben, die Schneidezähne würden irgendwann nach vorne nachgeben…

Der Irrglaube, dass der Winkel der Schneidezähne des Pferdes im Alter erheblich kleiner würde, rührt übrigens daher, dass viele Pferde die Mahlzähne abnutzen oder abgeschliffen bekommen und die Schneidezähne nicht. Zudem benützen die Pferde in menschlicher Obhut ihre Schneidezähne weniger als ihre Mahlzähne (Heufütterung), weshalb es dringend notwendig ist, die Länge der Schneidezähne regelmäßig anzupassen – in der Natur geschieht das automatisch, da die Pferde normalerweise raufaserhaltiges Gras abbeißen. Der Schneidezahnwinkel von verwildeterten Pferden ist auch im Alter fast der gleiche Winkel wie beim Jungpferd. Daran sollte gedacht werden und es wäre wünschenswert, wenn auch mehr Tierärzte sich in dieser Hinsicht fortbilden würden. Meine Erfahrungen mit Pferdezahnbehandlungen durch Tierärzte sind leider durchweg negativ. Oft fehlt es nicht nur an Wissen und Erfahrung, sondern auch an geeignetem Werkzeug. Ein Tierarzt, der sich mit Pferdezähnen nicht auskennt, sollte meiner Meinung nach die Behandlung fairerweise an einen erfahrenen Kollegen oder einen Dentalpraktiker übergeben. Eine offene Zusammenarbeit zwischen den Fachleuten kommt der Pferdegesundheit und des Vertrauensverhältnisses Pferdebesitzer-Tierarzt sehr zugute. Gerald Malz hat die verschiedensten Werkzeuge für alle möglichen Maulgrößen, Zähne, usw. Ich bin sehr froh, Gerald gefunden zu haben. In unserer “alten Heimat” wurden die Zähne regelmäßig von Dentalpraktker Joachim Brand behandelt, auch er hat viele unterschiedliche Werkzeuge, nimmt sich viel Zeit für die Behandlung und erklärt alles logisch und gut nachvollziehbar.

Bei Smokey wurden also von den Backenzähnen nur vorsichtig Kanten entfernt. Die Schneidezähne wurden gekürzt. Wieder konnte ich vor, während und nach der Behandlung sehen, fühlen und hören und bekam alles einleuchtend und geduldig erklärt. Danke Gerald!

Ich hatte in den vergangenen Jahren jedes Jahr einen anderen Tierarzt/Ärztin zur Behandlung der Pferdezähne hier. Leider war keine dieser Behandlungen  zufriedenstellend, Fragen meinerseits wurden unzureichend beantwortet, es wurde von den Tierärzten zu wenig geguckt und zu viel gemacht. Ich war ständig auf der Suche nach Jemandem, der sich wirklich mit Pferdezähnen auskennt und sich Zeit nimmt für Pferd und Besitzer. Ich bin froh, nun einen Pferdezahnfachmann gefunden zu haben und auch einen Tierarzt, der mit diesem Pferdezahnfachmann gut zusammenarbeitet, sich mit ihm austauscht und berät, und für diesen die zu behandenden Pferde sediert. Das ist meiner Meinung nach ein großes Plus für diesen Tierarzt. So stelle ich mir Kooperation von Fachleuten im Sinne des Pferdes vor! Es wäre schön, wenn die Zusammenarbeit von Pferdebesitzer, Tierarzt, Hufbearbeiter, Zahnbehandler, Sattler, Reitlehrer, Pferdephysiotherapeut, usw. mehr in den Mittelpunkt des Bemühens rücken würde. Ich denke JEDER würde davon profitieren, insbesondere das Pferd, um das es ja vordergründig hoffentlich geht. Ich kann nur Jedem verantwortungsbewussten Pferdebesitzer raten: seid kritisch und fragt nach. Ihr tragt die Verantwortung für das Euch anvertraute Lebewesen.

Und noch ganz zum Schluss: selbstverständlich konnten Lilly und Smokey nach der Behandlung einwandfrei beißen, kauen und fressen 🙂 .

Zahnbehandlung Lilly – ich gucke Gerald über die Schulter und er erklärt mir was er tut und warum
Vor, während und nach der Behandlung darf ich immer wieder fühlen und bekomme Erklärungen
Pferdezahnbehandlung – Pferdedentalpraktiker
Ausspülen
… und wieder fühlen und tasten. Der Fachmann erklärt dazu.
Smokeys Schneidezähne werden gekürzt
Ausspülen
… und wieder sehen, fühlen, tasten, hören …

Die Webseite von Gerald Malz findet Ihr bei Interesse hier: https://www.pferdezähne-malz.de/

 

 

 

Kurs bei Sabine Oettel mit Wolfgang und Christin Krischke von der Hofreitschule Bückeburg 15./16. September 2018

Wieder hatte ich das große Vergnügen bei einem Kurs des Hofreitmeisters Wolfgang Krischke und der Hofschuldirektorin Christin Krischke dabei sein zu dürfen. Der Kurs fand wie immer bei Meisterin der Akademischen Reitkunst Sabine Oettel im Rottal/Niederbayern statt. Das Besondere an den Kursen mit den Krischkes: man sieht die Meisterin Sabine Oettel mit ihren wundervollen Pferden reiten. Es ist meiner Meinung nach ein großes Zeichen für Charakterstärke, dass sich Sabine vor ihren Schülern unterrichten lässt. Einen guten Lehrer macht es eben aus, dass er immer Lernender bleibt. Hierfür große Bewunderung an Sabine.

Wieder war der Kurs kurzweilig, spannend, interessant, lehrreich und humorvoll. Das Thema des Kurses war “In der Kraft”, gemeint ist damit ein körperlicher und geistiger Zustand des Pferdes, in welchem das Pferd kraftvoll und verschleißarm geritten werden kann. Immer wieder wurde das faire Verhalten gegenüber dem Partner Pferd in den Mittelpunkt gestellt. Das Pferd soll verstehen worum es geht und selbstständig handeln. Ähnlich einem Hund, der das Bällchen holt. Eine Hilfe wird immer nur gegeben um einen Zustand, ein Tempo, eine Lektion herzustellen, niemals um das zu erhalten. Das Pferd wird nicht “mit den Hilfen eingerahmt”, es erhält stattdessen “Freiheit auf Ehrenwort”. Immer wieder sagte Wolfgang den Leitsatz der Hofreitschule: Motivation vor Perfektion! Ein ganz wichtiger Leitgedanke wie ich finde. An dieser Stelle möchte ich auch das Buch von Christin Krischke “Du entscheidest! Reiten mit gutem Gewissen” allen Pferdefreunden und Reitern empfehlen.

Ich habe mich sehr gefreut Sabine, Christin und Wolfgang wieder zu sehen. Es war ein wundervolles Wochenende. Die Kursteilnehmer mit ihren Pferden waren wieder bunt gemischt. Auch die Gespräche am Abend beim Essen und die netten Menschen, die ich kennen gelernt habe, waren eine große Bereicherung für mich. Es war rundum großartig! Vielen Dank an Euch Alle. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Kurs 🙂 .

Bilder vom Kurs findet Ihr hier: https://www.facebook.com/pg/Sabine-Oettel-Alte-Akademische-Reitkunst-340448562678208/photos/?tab=album&album_id=1976502715739443

Die Webseite von Sabine Oettel ist hier zu finden: http://www.akademische-reitkunst.at/index.php?id=5

Die Webseite der Hofreitschule Bückeburg findet Ihr hier: https://www.hofreitschule.de/

Christins wunderbares Buch “Du entscheidest! Reiten mit gutem Gewissen” ist mittlerweile auch als Hörbuch erhältlich und sehr zu empfehlen.

 

August – September 2018

Sommer, Sonne, Sonnenschein ….

Mit Lilly habe ich im Sommer viel Zeit verbracht. Wir haben viele gemeinsame Ausflüge genossen, unser Vertrauensverhältnis hat sich vertieft und stabilisiert. Lea und Smokey sind natürlich nicht auf dem Abstellgleis, sie absolvieren regelmäßig voller Begeisterung ihre Gymnastik und ihre Geschicklichkeitsübungen und erfreuen sich bester Gesundheit 🙂 . So darf es bitteschön weiter gehen 🙂 !

Smokey mit Christof
Lea, Smokey und Lilly auf der Weide
Lilly auf der Weide
Lea – Blick in die Ferne
Lea
Woody im Garten
Naturgarten im Spätsommer
Woody
Sommerblumen

 

23. August 2018 – Ausflug mit Lilly

Heute Morgen waren Lilly und ich eine herrliche Runde gemeinsam unterwegs. Wir marschierten über die Kuckuckshöhe nach Muschenried zum ehemaligen Steinbruch (heute ein Naturparadies), dann hinauf zur Habischebene mit herrlichem Ausblick, von dort über Burggrafenried zum Bornstein mit nochmals wunderbarem Ausblick. Dann steil bergab zum Zeußelbach Hufe im kühlen Wasser baden und nach Hause. Herrlich! DANKE LILLY 🙂 !

Unterwegs mit Lilly
Blühende Blumen am Wegesrand
Der ehemalige Steinbruch in Muschenried bei Zachenberg – heute ein Naturparadies
Herrlicher Ausritt
Blick von der Habischebene Richtung Regen
Wundervoller Ausblick
Lilly mit ihren Hufschuhen
Ausblick
Am Bornstein – Lilly ist mittlerweile wieder auf Kappzaum mit Baucher-Stange gezäumt, damit ist sie sehr zufrieden.
Fernblick vom Bornstein aus
Immer wieder führe ich Lilly zwischendurch, das entlastet Pferd und Reiter und trägt zur Beziehungsvertiefung bei. Auf dem Heimweg ziehe ich Lilly´s Schuhe aus, damit sie ihre Hufe in Form laufen kann.
Im Zeußelbach beim Hufbad – Lilly wartet auf ihre wohlverdiente Belohnung, weil sie so mutig und geschickt die steile, sumpfige Uferböschung hinuntergeklettert ist.
Hufbad und Beine kühlen im Bach
Zuhause angekommen bekommt Lilly noch eine erfrischende Dusche, die sie sehr genießt. Danach wälzt sich Lilly genüsslich 🙂 .

Lilly genießt die gemeinsamen Ausflüge in die Natur mittlerweile immer mehr. Die Bewegung auf unterschiedlichsten Untergründen bergauf und bergab, über Stock und Stein, durch Wasser und über umgefallene Baumstämme tun ihr sehr gut. Wann immer ich ruhig und gelassen bin, vertraut sie mir und wagt sich auch Dinge, die ihr unheimlich sind. An unseren gemeinsamen Herausforderungen wächst sie, wird stetig stolzer und selbstbewusster. Danke Lilly, dass Du Dich mir anvertraust – Danke Lilly, dass ich mich Dir anvertrauen darf!

09. August 2018 – Lea und ich sind seit 22 Jahren ein Team

Kaum zu glauben, dass mich Lea seit 22 Jahren begleitet. Als ich Lea damals bekam, war ich gerade mal 17 Jahre alt. Lea musste meine gesamte reiterliche “Entwicklung” aushalten und tragen, dafür bin ich ihr sehr dankbar. Sie hat mir immer deutlich gezeigt, was pferdegemäß ist und was nicht. Lea ist ein ganz besonderes Pferd. Lea und ich sind DAS Traumteam – DANKE Lea! Ich hoffe, ich darf noch viele Jahre mit diesem wundervollen Pferd verbringen.

Lea
Lea
Lea und ich am Hartenfels mit Blick auf Neukirchen —– “… und dann braucht man ja auch noch Zeit, einfach nur dazusitzen und vor sich hin zu schauen…” Zitat Astrid Lindgren
Lea und ich während eines Spazierganges in Neukirchen. Lea liebt die Herausforderung, ständig sind wir auf der Suche nach neuen Abenteuern 🙂
Lea Ecklend
Unterwegs mit Lea und Smokey rund um den Teufelstisch
Lea Gymnastik
Lea Spiel
Lea Diagonale Tritte als Vorbereitung zur Piaffe
Unterwegs mit Lea und Woody
Unterwegs mit Lea und Woody
Christof im freien Spiel mit Lea und Lilly
Lea voller Stolz und Temperament
Freundschaft

02. August 2018 – 19 Jahre Smokey und ich

Seit 19 Jahren begleitet mich mein Smokey durchs Leben. Wir haben viele Höhen und Tiefen erlebt. Nach wie vor ist Smokey ein wundervoller Partner für mich, er ist im Umgang ein absoluter Schatz und bei der Bodenarbeit und beim Reiten stets fleißig und motiviert. Sein Alter von etwa 29 Jahren merkt man ihm kaum an. Ich hoffe, dass ich noch etliche Jahre mit Smokey verbringen darf. Danke Smokey!

Smokey Travers (2018)
Smokey
Smokey damals noch mit Westernsattel
Smokey und ich – Galopp mit Halsring (altes Foto)
Smokey Winterfreuden Ecklend
Smokey ist der “große Onkel” für Jungstute Lilly
Pferdekuss von Smokey
Smokey ganz groß und voller Stolz

Lillys Weg vom zappeligen Rumpelstilzchen zum geländesicheren Verlasspferd (01.08.2018)

Wie berichtet, hat Lilly seit dem Winter eine ziemliche Null-Bock-Phase. Mitunter ist das vor allem im Gelände nicht ungefährlich, da sie teilweise zappelig, nervös und hampelig ist. Dazu kommt eine Art Zorn, sie stampft mit den Vorderfüßen oder schlägt mit dem Kopf, rennt unkontrolliert rückwärts. Auch im Umgang war sie im letzten Winter/ Frühjahr viel schwieriger als vorher. Für mich kam dieses Verhalten wie aus heiterem Himmel, da ich in den vergangenen Jahren mit Lilly viel Vertrauensarbeit, Spaziergänge, Bodenarbeit, etc. gemacht hatte. Sie war stets kooperativ und motiviert. Dass sie -scheinbar plötzlich- zum Rumpelstilzchen wurde, hat mich erstmal komplett überfordert.

Mittlerweile haben Lilly und ich seit dem letzten Frühjahr etliche lange Geländeritte hauptsächlich im Schritt gemeistert. Wann immer Lilly Probleme hat, steige ich ab und führe sie. Das klappt ganz gut und wenn ich neben bzw. vor ihr gehe, ist auch die Gefahr nicht so groß, wenn sie herumzappelt. Lilly ist ein sehr sensibles Pferd, ich muss sehr achtsam sein, damit ich nie hektisch oder grob werde, sonst ist sie nicht mehr ansprechbar. Für mich ist das derzeit sehr anstrengend, jedoch merke ich in den letzen Wochen, dass sich meine Bemühungen anscheinend lohnen. Lilly wird zunehmend zuverlässiger, sie orientiert sich wieder mehr an mir und hat immer mehr Freude an unseren gemeinsamen Ausflügen. Ich bin überzeugt, dass aus Lilly ein verlässlicher Partner für das Geländereiten wird. Ebenso möchte ich Lilly ein guter Partner sein, damit wir in Zukunft viele schöne Ausflüge miteinander erleben dürfen. So lernen Lilly und ich voneinander und miteinander. Ich bin sehr glücklich, ein Pferd wie Lilly an meiner Seite haben zu dürfen.

Lilly und ich unterwegs im Gelände (mit Fliegendecke)
Herrlicher Ausritt am frühen Sommermorgen

 

 

Sommer 2018

Sommer im insektenfreundlichen, wilden Naturgarten

Schmetterling in unserem Naturgarten
Hummeln, Bienen, Schmetterlinge und alles was summt und brummt liebt den blühenden Dost, besser bekannt als Oregano.
Biene an einer Kornblume in unserer Wildblumenwiese
Landeplatz für die Seele: unser Naturgarten
Kornblumen in der Wildblumenwiese

April 2018 – Endlich Frühling

Endlich grünt und blüht es. Die Vögel singen und die Sonne scheint. Es ist sowohl morgens als auch abends hell. Und man braucht keine gefühlten zehn Schichten Kleidung anziehen, wenn man raus möchte.

Lilly ist momentan leider immer noch ein zappeliges Rumpelstilzchen. Sie macht es mir nach wie vor nicht einfach. Ich mache mit ihr viele Spaziergänge/Ritte, um sie zu beschäftigen und daran zu gewöhnen, dass ihr “da draußen” so Manches begegnen kann. Obwohl ich ja von Anfang an viel Vertrauensarbeit gemacht habe und viel Spazieren war mit ihr ist sie leider alleine im Gelände sehr schreckhaft und hibbelig. Seit Anfang des Jahres kommt dazu, dass sie sich zornig stampfend oder kopfreissend gebärdet, wenn ihr etwas nicht gefällt. Das ist mitunter nicht ungefährlich. Ich versuche diesem Verhalten mit Ruhe, Geduld, Konsequenz und Beharrlichkeit zu begenen und hoffe, dass Lilly durch meine Gelassenheit und Beständigkeit bald wieder ruhiger und kooperativer wird. Ich habe mir auch wieder mein Lieblingsbuch “Der von den Pferden lernt” von Mark Rashid zur Hand genommen. Mark Rashid´s Worte enthalten so viel Wahrheit und helfen mir, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich bin zuversichtlich, dass Lilly mit viel Pferdeverstand und Geduld zu einem verlässlichen Partner wird.

Lea, Smokey und Lilly auf der Weide. April 2018
Christof und ich – Ausflug zum Nationalparkzentrum Falkenstein