Natur 06.08.2017

Unser Waldweideabteil ist immer im Sommer für die Pferde geöffnet, damit sie an den heißen Tagen den Schatten des Waldes genießen können. Lea, Smokey und Lilly sind mit Fliegendecken und Fliegenmasken ausgestattet – eine große Erleichterung für die Pferde bei der Bremsenplage.

Waldweide – Schattenplätze für die Pferde bei großer Hitze
Ein weiterer Vorteil der Waldweide: Knabbermöglichkeiten für die Pferde an verschiedensten Wurzeln und Bäumen, sowie eine große Auswahl an Kräutern und Moosen.
Baby-Bäume am vermoderten Baumstumpf – Totholz = Lebensraum

 

Farne und Moose gedeihen prächtig auf vermoderten Baumstümpfen

Siegfried von Vegesack
Moos
Hast du schon jemals Moos gesehen?
nicht bloß
so im Vorübergehen,
so nebenbei von obenher,
so ungefähr –
nein, dicht vor Augen, hingekniet,
wie man sich eine Schrift besieht?
O Wunderschrift! O Zauberzeichen!
Da wächst ein Urwald ohnegleichen
und wuchert wild und wunderbar
im Tannendunkel Jahr für Jahr,
mit krausen Fransen, spitzen Hütchen,
mit silbernen Trompetentütchen,
mit wirren Zweigen, krummen Stöckchen,
mit Sammethärchen, Blütenglöckchen,
und wächst so klein und ungesehen –
ein Hümpel Moos.
Und riesengroß
die Bäume stehen …
Doch manchmal kommt es wohl auch vor,
daß sich ein Reh hierher verlor,
sich unter diese Zweige bückt,
ins Moos die spitzen Füße drückt,
und daß ein Has‘ vom Fuchs gehetzt,
dies Moos mit seinem Blute netzt …
Und schnaufend kriecht vielleicht hier auch
ein sammetweicher Igelbauch,
indes der Ameis‘ Karawanen
sich unentwegt durchs Dickicht bahnen.
Ein Wiesel pfeift – ein Sprung und Stoß –
und kalt und groß
gleitet die Schlange durch das Moos …
Wer weiß, was alles hier geschieht,
was nur das Moos im Dunkeln sieht:
Gier, Liebesbrunst und Meuchelmord –
kein Wort verrät das Moos.
Und riesengroß die Bäume stehen –
Hast du schon jemals Moos gesehen?
Siegfried von Vegesack

 

Wildbrombeeren rund um die Waldweide
Wespennest im Pferdestall

In unserem Offenstall und in unserem Holzschuppen haben sich dieses Jahr Waldwespen niedergelassen. Diese Wespenart ist wie die meisten Wespenarten friedlich und nützlich.

Die Waldwespen ernähren sich wie die meisten Wespenarten von Blütennektar, leisten also einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung von Blütenpflanzen (dazu gehören auch alle Obstsorten).

Die Brut der Wespen benötigt zum Wachstum tierisches Eiweiß. Dieses erhalten die Wespen von Insekten, unter anderem von Fliegen-, Mücken- und Bremsenlarven. Wespen tragen also aktiv dazu bei, dass sich das sogenannte Ungeziefer nicht maßlos vermehrt.

Mit großem Staunen beobachte ich täglich das fleißige Treiben meiner Stallmitbewohner. Obwohl ich beim Füttern in unmittelbarer Nähe des Nestes hantiere, bin ich niemals angegriffen worden.

Bitte entfernen Sie nicht unbedacht Wespennester am und ums Haus – Wespen sind nützliche, faszinierende Mitgeschöpfe, mit denen ein Zusammenleben durchaus bereichernd ist.

Informationen über Wespe & Co. sowie naturnahen Garten finden Sie bei Interesse auf der umfangreichen Webseite des Bund Naturschutz Deutschland: https://www.bund-naturschutz.de/

Mit Freundin Wespe auf Du und Du
Unser Naturgarten mit Brennnesselfeld

Unkraut oder Heilkraut? Wir fördern in unserem Garten bewusst das Wachstum von Brennnesseln, da dieses Kraut wichtige Nahrung für viele Insekten und Schmetterlinge bildet. Im Herbst mähen wir das Brennnesselfeld und trocknen die Brennnesseln für einen Tee bzw. als Heilkraut für die Pferde. In jedem Frühjahr erhalten die Pferde eine Blutreinigungskur in Form von Brennnesseln.

Naturgarten – Landeplatz für die Seele …. und für Schmetterlinge
Naturgarten mit einheimischen Stauden und Gewächsen
Distelfeld im Naturgarten

Disteln sind wichtige Nahrung für Schmetterling & Co.

Biene im Naturgarten – Blühwiesen statt Einheitsgrün
Wild- und Heckenrosen bieten einen wundervollen Anblick, gleichzeitig sind sie Lebensraum und Nahrung für viele Tiere.

 

 

 

 

 

Landeplätze für die Seele – Unser Naturgarten im Juni 2017

Unser Garten ist Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Und in unserem Garten blühen nicht nur die Wildblumen, auch mein Gemüt blüht beim Spaziergang durch den Naturgarten auf. Ich wünsche Jedem ein bisschen Mut zur Wildnis. Das tut der menschlichen Seele gut – probiert es aus.

„Jeder Baum, jede Hecke ist ein Strauß von Blumen, und man möchte zum Maienkäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben und alle seine Nahrung darin finden zu können. “ Johann Wolfgang von Goethe

„Ahme den Gang der Natur nach. Ihr Geheimnis ist Geduld.“ Ralph Waldo Emerson

 

Stauden und Büsche bieten Unterschlupf für Amphibien, Eidechsen, Igel & Co.
Blühpflanzen bieten Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und Insekten.
„Schön ist alles was man mit Liebe betrachet.“ Christian Morgenstern
Buchtipp „Natur sucht Garten – 35 Ideen für nachhaltiges Gärtnern“
Tipp zum Stöbern www.lbv.de
Buchtipp „Mein Weg zum Naturgarten: Natürlich und ökologisch gärtnern“
Insektenhotel
Buchtipp: „Mein Garten summt: ein Platz für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge“
Farbenspiele in grün – der Farn im Schein der Abendsonne
Blühwiese anstatt Rasenwüste. Schmale gemähte Wege gestalten den Spaziergang durch den Garten angenehm. Im Naturgarten summt, zirpt und zwitschert es – herrlich.
Der Gartenteich als Zuhause und Kinderstube für Libellen, Kröten, Frösche, Molche und viele Tiere mehr.

 

Egal wie klein oder groß Ihr Garten ist… gönnen Sie sich Ihr Stückchen Wildnis. Versuchen Sie Ihr inneres Bild von „schön“ zu sortieren…. was ist wirklich schön: die grüne Rasenwüste oder die Blühwiese wo es summt und schwirrt? Der viereckig zurechtgestutzte Heckensaum oder die wilde Hecke in der Vögel singen und unter der Igel wohnen? Das ausgeputzte graue Pflaster oder Blumen rund um die Gartenwege? Der in Form gebrachte Hybridenzierstrauch oder die summenden Heckensträucher? Eine bedrohliche Gabionenmauer oder eine Natursteinmauer bepflanzt mit Moos und Blumen, wo sich Eidechse und Co. tummeln? Lösen Sie sich von der verschobenen Vorstellung, ein „aufgeräumter“, „geradliniger“ Garten sei schön und wagen Sie den Versuch ein Stück Wildnis zu erwecken. Sie werden sehen, es lohnt sich. Viel Vergnügen dabei 🙂 .

 

Buchtipps und viele Artikel zum Weiterlesen finden Sie hier: www.lbv.de