Aus der Ehrfurcht vor dem Leben erwächst der Welt Frieden.
Albert Schweitzer






Unser Garten ist Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Und in unserem Garten blühen nicht nur die Wildblumen, auch mein Gemüt blüht beim Spaziergang durch den Naturgarten auf. Ich wünsche Jedem ein bisschen Mut zur Wildnis. Das tut der menschlichen Seele gut – probiert es aus.
“Jeder Baum, jede Hecke ist ein Strauß von Blumen, und man möchte zum Maienkäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben und alle seine Nahrung darin finden zu können. ” Johann Wolfgang von Goethe
“Ahme den Gang der Natur nach. Ihr Geheimnis ist Geduld.” Ralph Waldo Emerson











Egal wie klein oder groß Ihr Garten ist… gönnen Sie sich Ihr Stückchen Wildnis. Versuchen Sie Ihr inneres Bild von “schön” zu sortieren…. was ist wirklich schön: die grüne Rasenwüste oder die Blühwiese wo es summt und schwirrt? Der viereckig zurechtgestutzte Heckensaum oder die wilde Hecke in der Vögel singen und unter der Igel wohnen? Das ausgeputzte graue Pflaster oder Blumen rund um die Gartenwege? Der in Form gebrachte Hybridenzierstrauch oder die summenden Heckensträucher? Eine bedrohliche Gabionenmauer oder eine Natursteinmauer bepflanzt mit Moos und Blumen, wo sich Eidechse und Co. tummeln? Lösen Sie sich von der verschobenen Vorstellung, ein “aufgeräumter”, “geradliniger” Garten sei schön und wagen Sie den Versuch ein Stück Wildnis zu erwecken. Sie werden sehen, es lohnt sich. Viel Vergnügen dabei 🙂 .
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Die Lektion des Schulternherein auf wurde angeblich “erfunden” vom französischen Reitmeister François Robichon de la Guérinière (1688-1751). In seinem Werk „Reitkunst“ (1733) beschreibt er das Schulterherein als “Mittel Für und Wider alles in der Ausbildung des Pferdes”. Auch der große portugiesische Reitmeister Nuno Oliveira (1925-1989) schreibt, “das Schulterherein heile alles” und bezeichnet es als das “Aspirin der Reitkunst”. Dabei ist besonders erwähnenswert, dass beide Reitmeister ausschließlich das Schulterherein auf vier Hufspuren als gymnastisch wertvoll erachten.
Das Schulterherein gehört zum normalen Bewegungsrepertoire jedes Pferdes. Beim freien Spiel auf der Weide ist das Schulterherein in allen Gangarten oft zu beobachten. Für mich gehört das Schulterherein deshalb zu den ersten Übungen, die das Pferd BEWUSST lernt. Durch das Schulterherein trainiert das Pferd Geschicklichkeit und Körperbewusstsein. Die Übung wirkt sowohl kräftigend-stabilisierend als auch lösend-dehnend-mobilisierend sowie versammelnd – je nach Abstellungswinkel, Aufrichtung und Tempo. Dementsprechend positiv ist der Effekt für die Psyche und das Selbstvertrauen des Pferdes (natürlich vorausgesetzt die Übung wird ohne Zwang und für das Pferd verständlich nachvollziehbar geschult). Für meine Pferde und mich beginnt und endet jede Trainingseinheit vom Boden oder vom Pferderücken aus und jeder Ausritt ins Gelände mit dem Schulterherein. Das Schulterherein ist fester Bestandteil des Aufwärmprogrammes und des Entspannungsprogrammes.
Ich kann nur jedem Reiter empfehlen, das Schulterherein mit seinem Pferd zu trainieren. Wunderbar beschrieben wird die Übung und die Hilfengebung in Jean-Claudes Racinets Meisterwerk “Feines Reiten”.
Umso mehr Pferde lernen, ihren Körper bewusst einzusetzen, umso selbstbewusster und stolzer werden sie. Wir Menschen können den Pferden dabei ein wundervoller Lernpartner sein.

Unser geliebter Garfield hat uns heute für immer verlassen.




















“Ganze Weltalter voller Liebe werden notwendig sein, um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.” Christian Morgenstern
Da das Ausreitgelände in unserer Gegend sehr steinig ist, hat nun auch Lilly Hufschuhe bekommen. Für Lea und Smokey verwende ich die Old Mac´s G2, mit denen ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe. Die Old Mac G2 hat Lilly nun für die Vorderhufe bekommen. Für die Hinterhufe habe ich das Nachfolgemodell des Old Mac G2 – den New Mac ausgesucht. Die Handhabung beider Modelle ist wunderbar einfach, das An- und Ausziehen geht schnell und simpel. Die Passform ist absolut super, der Schuh schmiegt sich eng an den Huf an. Die Schuhe halten ohne zu Scheuern in allen Gangarten und bei allen Untergründen einwandfrei am Huf. Dabei sind die Schuhe absolut robust und stabil. Ich kann beide Modelle sowohl den New Mac als auch das Vorgängermodell Old Mac G2 uneingeschränkt weiterempfehlen. Lilly läuft mit den Hufschuhen – genauso wie Lea und Smokey – geschmeidig und locker.

Passend zu meinem vor Kurzem verfassten Eintrag, habe ich am 22./23. April 2017 einen Kurs zum Thema Zäumungen und Gebisse / Zügelhilfen besucht. Wieder bei Meisterin der Akademischen Reitkunst Sabine Oettel in Wendlmuth (www.akademische-reitkunst.at) mit Wolfgang und Christin Krischke von der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg (www.hofreitschule.de).
Im Theorieteil ging es vor allem darum, die Wirkungen der einzelnen Zäume und Gebisse darzustellen. Auch die Zügelhilfen und noch wichtiger das Aussetzen derselben wurden besprochen.
Wieder wurde ich in der Meinung bestärkt, dass kein Pferd “die Anlehnung an das Gebiss sucht” (vgl. Studien von Witzmann 2007) und dass ich meine Pferde in maximaler Freiheit – Auslassen der Hilfen – reiten möchte. Mein Pferd darf und soll sich in die gemeinsamen Bewegungen aktiv mit einbringen, es soll Vorschläge machen und mitdenken.
Besonders wichtig finde ich die allgemeinen Praxistipps von Christin zur Hilfengebung:





Ich kann nur jedem Reiter empfehlen, sein Pferd bei der Wahl des Zaumes oder Gebisses entscheiden zu lassen und sich Gedanken zu machen über die eigene Hilfengebung. Denn es liegt alles in der Hand des Reiters!
Ich für mich habe wieder sehr viele interessante Anregungen mitgenommen, auch im Praxisteil als das Auslassen der Hilfen wunderbar gezeigt wurde.
Fazit für mich: Die Pferde sollen durch die Hilfen des Reiters nicht entmüdigt, sondern stattdessen befähigt werden. Das erfordert ein ständiges Bewusstmachen (!!), Lernen und Hinterfragen meiner Motivation und meiner Handlungen im Umgang mit meinen Pferden.
Zum Weiterlesen:
Bei den Ausflügen mit Lilly stellen wir uns ganz bewusst verschiedenen Ungeheuern und bemühen uns, diese mit Bedacht und Gelassenheit zu bewältigen. Lilly ist, wenn sie ohne Lea und Smokey mit mir unterwegs ist, oft unsicher, hektisch und nervös. Gerade da ist es wichtig, dass der Führende Gelassenheit und Sicherheit ausstrahlt. Mit jeder positiv bewältigten Herausforderung wächst das Selbstvertrauen des Pferdes und die vertrauensvolle Beziehung Mensch-Pferd.
Egal wie routiniert das Pferd ist: Vertrauens- und Gelassenheitsübungen sind immer wieder wichtig und jederzeit förderlich für das Selbstvertrauen und die Beziehung Mensch-Pferd. Auch für den Reiter sind Trailübungen gut, denn so wird die einhändige Zügelführung und das Bewusstsein für den eigenen Reitersitz geschult und gefestigt.
Weiterhin bringen derartige Übungen Abwechslung und Spaß in das Training. Smokey ist konzentriert und aufmerksam. Er hat stets Freude daran, mir zu zeigen, welch mutiges, tolles Pferd er ist. Ich bin so stolz auf ihn! Danke Smokey!


Fotos und Videoaufnahmen sind immer hilfreich, um meinen Sitz zu kontrollieren und mein inneres Gefühl mit dem “Außen” abzustimmen. Danke Christof, dass Du Dir Zeit genommen hast, um Fotos zu machen 🙂





Fazit:
Ich achte mehr darauf, gerade zu sitzen, nicht nach vorne zu fallen, mich aber auch nicht nach hinten zu lehnen und schon gar nicht zur Seite.
Ganz wichtig: